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Im Interview: Ulf Richter von optivo über Omnichannel Marketing, Print & die Zukunft der E-Mail

Einer der führenden E-Mail Marketing Toolanbieter in Deutschland

razihusin / shutterstock.com
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Als Unternehmen der Deutsche Post DHL Group gehört die Firma optivo mit ihrem Produkt optivo® broadmail zu einem der wichtigsten ESP Anbieter im deutschen Raum: Namhafte Unternehmen wie Olympus, DIE ZEIT, Zooplus und Innogames setzen auf die Lösung des Berliner Anbieters, der sich E-Mail und Omnichannel Marketing nach deutschen Rechtsstandards auf die Fahnen geschrieben hat. Durch seine Zugehörigkeit zur Deutsche Post DHL Group gilt optivo® broadmail zudem als wichtigster Anbieter, wenn es neben dem Kanal E-Mail vor allem um die Bedienung des Print Kanals geht. Insgesamt lassen sich mit optivo die Kanäle E-Mail, Print, Push, SMS, Mobile, Fax, Social Media und Web bedienen.

Im Interview mit dem E-Mail Toolguide erklärt Ulf Richter als Geschäftsführer für die Bereiche die Bereiche Sales, Marketing, Kundenbetreuung und International bei optivo deshalb, warum er Omnichannel Marketing als Schlüssel zum Erfolg im digitalen Marketing ansieht, wo Werbetreibende diesbezüglich momentan stehen und warum Unternehmen auch auf den Kanal Print setzen sollten. Darüber hinaus wirft Richter einen Blick in die Zukunft des E-Mail Marketing und erklärt, worauf es künftig ankommen dürfte, wenn man als Advertiser erfolgreich sein möchte.

Ulf Richter im Interview

E-Mail Toolguide: Mit optivo® broadmail haben Sie sich ja unter anderem das Schlagwort Omnichannel Marketing auf die Fahnen geschrieben. Wie weit sind die Werbetreibenden bereits bei der kanalübergreifenden Kommunikation?

Big Data, Customer Lifecycle oder responsives Design sind nur einige aktuelle Stichwörter, die das aktuelle Spektrum für effektives Omnichannel Marketing erahnen lassen. Erfolgreiches Marketing beim Kunden basiert heute mehr denn je auf der richtigen Botschaft, zum richtigen Zeitpunkt, auf dem richtigen Endgerät. Dieses Ziel lässt sich heute nur kanalübergreifend erreichen. Denn Kunden informieren sich und kaufen inzwischen völlig losgelöst von einem einzelnen Kanal. Das fängt schon bei der Frage an: Kaufe ich per Laptop, Smartphone oder Tablet online ein? Zudem sollte der ROPO-Effekt nicht unterschätzt werden – denn „Research online, Purchase offline“ ist gang und gebe. Es geht also für den Marketer darum, seine Zielgruppen im Omnichannel passgenau und hochgradig individualisiert abzuholen. Solche One-to-One-Dialoge, bei der jeder Kunde eine maßgeschneiderte Nachricht erhält, sind mit der richtigen technischen Plattform inzwischen problemlos realisierbar. Potenzial haben ganz besonders Marketer, die unterschiedliche Datenquellen einbeziehen und diese erfolgreich integrieren und analysieren. Aber ich sehe auch noch viel Spielraum bei der effektiven Kombination der Kanäle. Im Sinne ihrer Kunden sind die Unternehmen gut beraten, Einzelkanäle wie E-Mail, Mobile, Social Media und Print für integrierte Kampagnen zu verzahnen.

Ein gelungenes Beispiel war hierfür vor kurzem eine kombinierte Benefiz-Aktion per E-Mail und Print von shop-apotheke.com. Ziel der Kampagne war es, bei den Empfängern zu einem besonderen Anlass für Freude zu sorgen. Für den guten Zweck ging die Online-Apotheke mit dem bundesweit tätigen Verein Herzenswünsche e.V. eine Partnerschaft ein. shop-apotheke.com erklärte sich im Rahmen der Zusammenarbeit bereit, einen Euro für jedes eingelöste Rezept zu spenden. Für crossmediale Effekte sollte die Kampagne der Online-Apotheke per Newsletter gelauncht und per Postkarte nachgefasst werden. Die Maßnahme war sehr erfolgreich: Im Vergleich zu ähnlichen Print-Kampagnen ohne crossmediale Begleitung durch den E-Mail-Kanal konnte ein Uplift von mehr als 10 % erzielt werden.

E-Mail Toolguide: Konzernbedingt ist die Nähe von optivo® broadmail zum Kanal Print ja bekanntlich sehr ausgeprägt. Andere Toolanbieter setzen vor allem auf die Integration Social Media. Welchen Unternehmen empfehlen Sie, den Kanal Print zu nutzen – und warum?

Grundsätzlich ist unsere neue Print-Funktionalität sowohl für dedizierte E-Commerce-Unternehmen als auch regelmäßige Versender von Werbebriefen und Postkarten interessant. So empfiehlt sich etwa eine kombinierte Print-Online-Ansprache für die gezielte Reaktivierung von Endkunden, die durch ihre E-Mail-Adresse nicht mehr erreichbar sind, und die alternativ per Print-Mailing kontaktiert werden. Zudem gibt es Zielgruppen, die Informationen immer noch am liebsten als physische Werbesendungen erhalten. Denken Sie etwa an den Automobil- und Arzt-Bereich oder Reiseangebote. Hierbei punkten physische Werbemailings immer noch durch das besondere haptische Erlebnis.

Wir ermöglichen den vollautomatisierten Versand hochgradig individueller Print-Mailings aus unserer Online-Plattform heraus. Zugleich lassen Sie alle Print-Inhalte wie online gewohnt mit wenigen Mausklicks individuell ausrichten und bildpersonalisieren. Die Print-Maßnahmen werden in optivo® broadmail auf Template-Basis erstellt und durch Adressinformationen angereichert. Für die Produktion und Zustellung sorgt anschließend unser Mutterkonzern Deutsche Post DHL Group.

E-Mail Toolguide: Zum Schluss noch eine Frage mit Blick in die Zukunft: Mit der dmexco ist im September wieder einmal die wohl wichtigste Messe der Online Marketing Branche zu Ende gegangen und hat wieder wichtige Impulse gegeben. Welche Impulse nehmen Sie mit; was erwartet den Kanal E-Mail aus Toolanbieter-Sicht in den nächsten 12 Monaten?

Die dmexco stand für mich unter dem Vorzeichen kanalübergreifender Automatisierung im Customer Lifecycle. Aktuell gewinnen hierbei speziell Push-Nachrichten zunehmend an Bedeutung. Zugleich wird auch in unserer Branche momentan viel über WhatsApp geredet. Der Schlüssel zum Erfolg ist immer die effektive Verzahnung der Kanäle im Sinne des Kunden. Aus meiner Sicht stehen die Technologie-Dienstleister aktuell vor der Herausforderung, dieser Entwicklung durch marktgerechte Angebote zu entsprechen. Klar ist aber auch, dass sich nicht jeder Kanal auf Dauer durchsetzen wird. Sind erst einmal Ressourcen und Know-how für einen neuen Kanal bereitgestellt, können sich die Unternehmen davon nicht mehr so einfach wieder verabschieden. Aber der Marketer, der einen neuen Kanal erfolgreich vor dem Wettbewerb in seinen Omnichannel-Mix integriert, kann in seiner Kommunikation einen wichtigen Vorteil erringen.

Zudem sehe ich auch weiterhin Recommendations und dynamisch platzierten Content als ein extrem spannendes Thema für erfolgreiches E-Mail-Marketing. Maßgeschneiderte und in Echtzeit platzierte Kauftipps können für „kleine Wunder“ sorgen. So konnte der Modespezialist Walbusch durch Recommendations seine Klickraten um bis zu 57 % sowie seine Konversion um bis zu 135 % steigern. Hierbei zeigte sich auch, dass bei einer sich entwickelnden und immer detaillierten Kundenhistorie die Performance deutlich nach oben ging.

Das Interview führte Atilla Wohllebe.

Über Ulf Richter:UlfRichter_optivo

Ulf Richter ist einer der drei Geschäftsführer von optivo und leitet die Bereiche Sales, Marketing, Kundenberatung und International. Vor der Gründung von optivo hat er bereits das Online-Auktionshaus versteigern.de mit Peter Romianowski ins Leben gerufen. Weitere berufliche Stationen waren der Multimedia-Dienstleister Aperto sowie Bertelsmann. Ulf Richter setzt sich aktiv für höchste Qualitäts- und Transparenzstandards im E-Mail-Marketing ein.

 

Quelle: optivo
Quelle: optivo

Über optivo® broadmail:
optivo ist einer der größten E-Mail- und Omnichannel-Marketing-Dienstleister in Europa. 2001 gegründet, steht optivo heute für erfolgreiches Marketing per E-Mail, Print, Push, SMS, Mobile, Fax, Social Media und Web. Seit 2013 gehört optivo zur Deutschen Post DHL Group. Kunden von optivo erhalten Zugriff auf die Cloud-basierte Plattform optivo® broadmail für umsatzsteigernde Kampagnen und Cross-Channel-Maßnahmen. Ob Neukundengewinnung, kontinuierliche Kundenpflege oder Rückgewinnung von inaktiven Kontakten – optivo stellt die Werkzeuge und Services zur Verfügung, um eine Vielzahl an Kanälen optimal zu kommunizieren.

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Atilla Wohllebe
Beitrag von Atilla Wohllebe

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