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Exklusives Interview: Max Tietz, Gründer von WhatsBroadcast, über WhatsApp Newsletter Marketing

Der vielleicht wichtigste Toolanbieter für WhatsApp Newsletter Marketing

Interview mit Maximilian Tietz von WhatsBroadcast über WhatsApp Newsletter Marketing
Interview mit WhatsBroadcast – razihusin / shutterstock.com

Kaum ein Thema scheint das digitale Dialogmarketing in den letzten Monaten so sehr zu bewegen wie das WhatsApp Newsletter Marketing. Mittlerweile dutzende Verlage, stationäre Geschäftsmodelle und Online-Unternehmen nutzen WhatsApp als Kanal, um mit ihren Nutzern und Kunden direkt in den Dialog zu treten und diese hochaktuell über ihr Unternehmen und ihre Produkte zu informieren.

Dabei stehen den Werbetreibenden mittlerweile auch zahlreiche Tools zur Auswahl, um Newsletter- und Dialogmarketing über WhatsApp zu betreiben. Eines hat sich in den letzten Monaten besonders herauskristallisiert: WhatsBroadcast. Im Interview mit dem E-Mail Toolguide erklärt der Gründer von WhatsBroadcast, Maximilian Tietz, die Stärken seines Tools, die Vereinbarkeit mit den WhatsApp Richtlinien und nennt dabei auch einige beeindruckende KPIs, mit denen sich der Erfolg von WhatsApp Newsletter Marketing messen lässt.

Im Interview: WhatsBroadcast Gründer Max Tietz über die Stärken seines Tools & konkrete KPIs

E-Mail Toolguide: Was genau ist WhatsBroadcast eigentlich, was bietet ihr an?

Maximilian Tietz (WhatsBroadcast): Um es kurz und knackig zu beschreiben – WhatsBroadcast ist ein Pendant zum Email-Newsletter, nur eben über das Medium WhatsApp. Listen, Double-Opt-In, Subscriber-Management, zeitgesteuerter Versand usw. Mit dem kleinen Vorteil, dass wir viel schneller sind, als ein Email-Newsletter.

ET: Am Markt für Anbieter, die WhatsApp Newsletter Tools anbieten, passiert ja gerade doch eine ganze Menge. Ihr habt unter anderem WhatsService übernommen, oder? Was war los, was macht ihr besser als andere Anbieter?

MT: Das ist richtig. WhatsService (und die meisten anderen Anbieter) hat insbesondere Wert auf einen günstigen skalierbaren Service gelegt, der aber leider auf einer inoffiziellen Drittanbieter-API basiert, die WhatsApp aus verständlichen Gründen (ich möchte an WhatsApp-Plus erinnern) gehörig gegen den Strich geht. Wir wollten von Anfang an bei allen Entwicklungen von WhatsApp (z.B. Verschlüsselung) direkt dabei sein, die originale und unverfälschte App verwenden und auch für unseren Dienst bezahlen und haben eine sehr aufwändige, aber saubere Technologie entwickelt.

ET: Newsletter per WhatsApp versenden – ein Schritt, den ja vor allem immer mehr Verlage wagen. Kannst du uns ein Gefühl für die gängigen Kennzahlen geben? Welche sind das und in welchem Bereich bewegen diese sich?

MT: WhatsApp hat bemerkenswerte Kennzahlen:

  • Versand innerhalb von 0 – 5 Minuten
  • Leserate von ~100%
  • Lesegeschwindigkeit: Abhängig von der Uhrzeit lesen durchschnittlich 80% der Empfänger die Nachricht innerhalb der ersten 60 Minuten.
  • Klickraten auf interessante Artikel können auch zwischen 50 – 80% liegen.

ET: Gibt es denn auch schon andere Branchen, die sich auf WhatsApp Newsletter stürzen? Wie schätzt du etwa das Potenzial im Bereich eCommerce / Online Handel ein?

MT: Fernsehsender, Zeitschriften, Blogs, YouTuber, Versicherungen, Einzelunternehmen, Sprachschulen, ehrenamtliche Organisationen, Verbände, Vereine und viele mehr. Die Möglichkeiten scheinen endlos zu sein. Im Bereich eCommerce und Online Handel sehe ich die besten Möglichkeiten eventuell bei After-Sales (z.B. Sendungsverfolgung) und Support. Ich würde nie tatsächliche Angebote und Werbung per WhatsApp versenden.

ET: Viele Werbetreibende fürchten wahrscheinlich rechtliche Problematiken, oder? Immerhin soll WhatsApp doch eigentlich werbefrei bleiben.

MT: Ja! Um es hart zu sagen: Aggressiv Werbetreibende haben auf WhatsApp und WhatsBroadcast aus mehreren Gründen „nichts zu suchen“. WhatsApp ist ein privates Medium und man bewegt sich hier als Unternehmen in der Privatsphäre der User – so blöd es auch klingen mag. Unsere Kunden informieren zum Großteil ihre User und senden keine kommerziellen Inhalte. Nachrichten, Videos, Insider-Infos, neue Blogeinträge, Sportergebnisse und auch Links zu Blogeinträgen / Artikeln sind die am häufigsten versendeten Nachrichten.

WhatsApp soll ein werbefreies Medium bleiben, da gehen wir absolut d’accord mit den Jungs aus dem Silicon Valley. Hinzu kommt erschwerend, dass ein Kanal, der Werbung über WhatsApp versendet, seine Empfänger verständlicherweise schneller verliert, als er sie aufbauen kann.

ET: Wo siehst du die Entwicklung insgesamt hingehen? Wird WhatsApp der Marketing-Welt irgendwann eine eigene CRM-Plattform zur Verfügung stellen und Anbieter wie WhatsBroadcast überflüssig machen?

MT: Die Nachfrage ist sehr groß – nicht nur auf Seiten der Publisher, sondern auch von den Usern (Empfänger) werden diese Dienste als sehr positiv empfunden. Clever wäre es also auf jeden Fall J Andere Messenger wie z.B. Telegram bieten derartige Kanäle und Dienste schon an, haben aber (noch) nicht die gleiche Verbreitung wie WhatsApp.

Das Interview führte Atilla Wohllebe.

Über WhatsBroadcast

Quelle: WhatsBroadcast
Quelle: WhatsBroadcast

Das WhatsApp Newsletter Marketing Tool WhatsBroadcast bietet die Möglichkeit, über den wohl beliebtesten Instant Messaging Dienst der Welt, WhatsApp, Newsletter in Form von WhatsApp Nachrichten zu verwenden und unterstützt dabei alle Aufgaben, die bei der Erstellung, dem Versand und der Auswertung von WhatsApp Newslettern anfallen. WhatsBroadcast ist derzeit (Stand: Dezember 2015) für 30 Tage kostenlos testbar, funktioniert ohne Vertragslaufzeit und ist monatlich kündbar. Bereits ab 49 Euro pro Monat können bis zu 500 Empfänger angesprochen werden. Auch Business und Enterprise Pakete stehen zur Auswahl.

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Atilla Wohllebe
Beitrag von Atilla Wohllebe

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