E-Mail Marketing Systeme im Überblick

CleverReach goes international – Differenzierung zu MailChimp möglich?

CleverReach steigt in internationales Geschäft ein

Ganz still und heimlich hat der Rasteder Anbieter CleverReach sein E-Mail Marketing Versandsystem mit der dmexco nicht nur in Richtung Agenturgeschäft (Bericht zur neuen Agenturlösung) und Blogger (Bericht zur neuen WordPress-Schnittstelle) bewegt, sondern strebt nun auch die Internationalisierung an: Auf CleverReach.com (Zur Website) können nun englischsprachige E-Mail Marketer aus aller Welt auf das Tool mit englischer Benutzeroberfläche zugreifen. Zusätzlich hat das Unternehmen mit „CleverReach Service USA“ ein Tochterunternehmen in Fairport, NY 14450 in den Vereinigten Staaten gegründet und scheint darüber das entspreche Geschäft abzuwickeln.

Noch dürften unter den 90.000 Kunden, die weltweit auf CleverReach setzen, vor allem deutschsprachige Anbieter sein, wobei man insofern der Zukunft gespannt entgegenblicken darf. Besonders interessant: Unter den Referenzen fallen zahlreiche gemeinnützigen und soziale Organisationen wie foodwatch, GreenPeace oder Amnesty International auf – ein Feld, in dem sicherlich noch mehr Potenzial liegt.

Konkurrenz MailChimp: Kann sich CleverReach differenzieren?

Hoch interessant, nicht nur für internationale, sondern auch für deutsche E-Mail Marketer bleibt an dieser Stelle eine Frage mit Blick auf den Markt: Wie differenziert sich CleverReach zum international führenden Anbieter in diesem Segment, MailChimp? Diese Frage gilt nicht nur in Bezug auf CleverReach, sondern auch in Bezug auf andere deutsche Toolanbieter wie Clever Elements oder rapidmail, wenn diese international mitspielen wollen.

Tatsächlich scheint der Vergleich im ersten Moment nur schwer zu gewinnen zu sein für CleverReach: MailChimp hat 100 mal mehr Kunden als CleverReach (9 Mio.) und bringt Integrationen an praktisch jede wichtige Plattform (Facebook, Twitter, Salesforce, Shopify, Blogger, WordPress, Tumblr, Magento, WooCommerce, PayPal, Google Analytics, Google Docs, Outlook u.v.m.) mit und  ist mit bis zu 2.000 Abonnenten und 12.000 Mails pro Monat kostenfrei nutzbar. Keine Chance für die Kollegen aus Rastede – oder doch?

Auch, wenn man sich gerne von großen Kundenzahlen, kleinen Preisen und vielen Integrationen leiten lässt, sollte die Auswahl eines E-Mail Marketing Tools doch deutlich detaillierter ausfallen: Gerade in Bezug auf Themen wie Datenschutz, Support und Flexibilität dürfte CleverReach gegenüber MailChimp im Vergleich punkten. Wer bereit ist, für 2.500 Empfänger rund 25 Euro pro Monat bei unlimitierter Mail-Anzahl zu bezahlen, bekommt dafür nicht nur ein Tool, das ebenfalls viele Integrationen mitbringt und ständig weiterentwickelt wird, sondern kann sich auch auf eine TÜV-, sowie eine ISO 27001 Zertifizierung der Rechenzentren und die Speicherung aller Daten auf europäischem Boden verlassen.

Gerade hier liegen sicherlich die Stärken deutscher Anbieter im Vergleich mit MailChimp – auch auf internationalem Parkett. Ob und inwieweit diese tatsächlich auch von Relevanz in den unterschiedlichen Märkten sind, wird am Ende die Reaktion von E-Mail Marketern aus Ländern aller Welt zeigen. Berichten kann darüber dann jedoch nur noch CleverReach selbst. Man darf also gespannt sein.

In einem passenden Whitepaper von netnomics etwa kann man sich übrigens weitere Inspiration für Fragen holen, die man sich idealerweise vor der Entscheidung für ein bestimmtes E-Mail Marketing Tool stellen sollte.

 

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Atilla Wohllebe
Beitrag von Atilla Wohllebe

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